Erweiterung Grundschule München
81245 München
Erweiterungsbau mit Lernhaus, Mensa, THV-Wohnung und zwei Einfachsporthallen
Bauherrin
Landeshauptstadt München
Leistungsumfang
LPH 2-5 HOAI
Brandschutzplanung
Kenndaten
NF Neubau 4.320 m², NF Bestand 2.909 m²
BGF Neubau 5.874 m² BGF Bestand 4.345 m²
VGV Zuschlag mit Plangutachten 09|2022
Planungsbeginn 10|2022
Ausführung 05|2026 bis 06|2031
© Visualisierung - LMJD
Die 3,5-zügige Grundschule aus dem Jahr 1998 (mit Erweiterung von 2008) wird auf fünf Züge erweitert und zu einer ganztagsgerechten Grundschule ausgebaut. Dafür werden anstelle einer bestehenden Hausmeisterwohnung drei gestapelte Lernhäuser errichtet. Diese orientieren sich in ihrer Grundrissstruktur am „Münchner Lernhauskonzeptes“ und gruppieren sich als Raumcluster um ein jeweils gemeinsam genutztes multifunktionales Forum mit begrüntem Lichthof.
Der Bestandsteil der Schule – ursprünglich als klassische Flurschule konzipiert – wird durch kleinere bauliche Eingriffe ebenfalls im Sinne des „Münchner Lernhauskonzept“ weiterentwickelt. Der Zugang zum erweiterten Gebäude erfolgt weiterhin über das „Herz“ der Schule: die bestehende Pausenhalle. Zur Stärkung dieses Zentrums wird der südlich angrenzende Klassenraumtrakt zu einer Mensa umgebaut. So kommen alle Schülerinnen und Schüler mindestens einmal täglich im „Herz“ der Schule zusammen.
Die Grundstruktur der bestehenden Sporthalle wird erhalten und auf die aktuellen Anforderungen angepasst. Die durch die Fünfzügigkeit erforderliche zusätzliche Sporthalle wird auf die bestehende Halle aufgesetzt. Auf dem zwischen Lernhäusern und Sporthallen liegenden Erschließungskern entsteht zudem im vierten oberirdischen Geschoss eine neue Dienstwohnung für die technische Hausverwaltung.
Städtebau
Die Grundschule liegt im nördlichen Teil eines großzügigen, durch Grünflächen geprägten Grundstücks. An der östlichen Grundstücksgrenze befinden sich ein Haus für Kinder sowie eine Trafostation, im Süden die schulischen Freisportflächen und Teile des Pausenhofs.
Südlich verläuft die Bahnlinie München–Augsburg, getrennt durch öffentliche Grünflächen. Westlich schließt eine öffentliche Grünfläche mit Spielplätzen an. Im Norden liegt die Straße mit beidseitigen Parkplätzen, im Osten eine Kleingartenanlage.
Die Erweiterung orientiert sich an der Ausrichtung von Grundstück und Bestand und nutzt das im Bebauungsplan vorgesehene Baufeld. Die vorhandene Struktur wird aufgegriffen und fortgeführt. Der neue – trotz erweitertem Raumprogramm kompakte – dreigeschossige Baukörper bleibt bewusst ablesbar. Die innere Organisation mit durchgehendem Flur wird übernommen und weitergeführt.
Konstruktion | Nachhaltigkeit
Der Erweiterungsbau wird überwiegend in Holzbauweise errichtet. Lediglich die untere Sporthalle sowie der Erschließungskern mit aufgesetzter Dienstwohnung werden aus brandschutztechnischen Gründen in Stahlbeton ausgeführt. Die serielle Fassade besteht aus hinterlüfteten Holzfassadenelementen mit Holzfenstern. Dabei bleibt die klare Trennung von Tragstruktur und nichttragender Gebäudehülle erhalten. Der vorgeschaltete begrünte Fluchtbalkon wird als Holz-Stahlkonstruktion vorgesehen.
Im Bestandsbauteil werden die baulichen Änderungen auf ein Minimum reduziert, um die architektonische Qualität der bestehenden Schule möglichst zu bewahren und eine hohe Nutzungskonsistenz sicherzustellen. Die Gebäudehülle bleibt weitgehend unverändert, ebenso die äußere Erscheinung des Bestandes.





