Amt für Waldgenetik
Forstamtsplatz 1, Freidlinger Straße 2 1/2, 83317 Teisendorf
Erweiterung Laborgebäude, Seminargebäude, Gewächshaus und Generalsanierung
Bauherr
Bay. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Leistungsumfang
LPH 2-9 HOAI
Brandschutznachweis
Kenndaten
NF Neubau 1.368 m², NF Bestand 714 m²
BGF Neubau 2.849 m², BGF Bestand 1.859 m²
VGV Zuschlag 03|2025
Planungsbeginn 04|2025
Ausführung 06|2027 bis 10|2030
© Visualisierung - LMJD
Das Amt für Waldgenetik war in einem unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäude, einem Laborgebäude sowie einem Nebengebäude – dem ehemaligen Forstwohnhaus – untergebracht.
Das an der nordöstlichen Ecke des Grundstücks gelegene denkmalgeschützte, dreigeschossige Verwaltungsgebäude wurde ca. 1675-1678 errichtet und ist bis auf einen 1865 abgebrochenen Nordflügel weitgehend im Original erhalten. Das Hauptgebäude dient bereits seit 1885 als Verwaltungsgebäude und wird nach der Generalsanierung weiterhin als solches genutzt. Technikräume, sowie dort provisorisch vorgesehene Labors wurden in die Neubauten ausgelagert. Durch eine neue Raumordnung und Grundrissgestaltung werden die ursprünglichen Raumstrukturen wieder aufgenommen. Neben dem Dachtragwerk, das unter überwiegendem Einsatz von Holz ertüchtigt wird, werden die bestehenden Kastenfenster ertüchtigt, die übrigen Fenster als 2-Scheibenverglasung mit Sprossen erneuert.
Das 2014 in Holzbauweise gebaute Laborgebäude bleibt erhalten und wird in die Planung integriert. Das sanierungsbedürftige, interimsmäßig genutzte, zweigeschossige Försterwohngebäude aus dem Jahr 1964 sowie diverse schuppenartige Nebengebäude werden abgerissen.
Zur Schaffung zusätzlicher Flächen für Büroräume, Labors und eines Seminarraums entstehen zwei Neubauten (Seminargebäude, Laborgebäude) in Holzbauweise.
Zusätzlich entsteht in den Außenanlagen ein kleiner Forschungs- Versuchsbaumschulbereich mit dem Neubau eines Gewächshauses, einer Schattierhalle und einem Versuchsgarten.
Durch die städtebauliche Setzung der Neubauten wird zum einen der wertvolle Baumbestand erhalten zum anderen wird ein zusammenhängender großzügiger Außenraum für Forschung und Lehre geschaffen.
Durch einen klimaangepassten Entwurf und über ein einfaches, robustes, kreislaufgerechtes und ressourcenschonendes Bauen mit nachwachsenden, klimasteuernden Baustoffen wird der Einsatz von Gebäudetechnik auf die Notwendigkeit reduziert. Die Ziele wurden wie folgt festgelegt:
- Laborgebäude: GEG-Standard
- Seminargebäude: EGB40-Standard
- Bestand Denkmal: Optimierung Einzelbauteile
Die tragende Konstruktion des Laborgebäudes und Verwaltungsgebäudes besteht aus Holzstützen und Unterzügen aus Baubuche sowie Brettschichtholz-Decken. Aussteifende Wände in der Fassade werden in Holzrahmenbauweise, innenliegende aussteifende Wände als massive Brettschichtholzwände hergestellt. Das eingeschossige Gewächshaus mit Satteldach besteht aus Zweigelenkrahmen aus Stahl. Sowohl Dach- als auch Wandflächen sind als Stahl-Glas-Konstruktion im Gewächshaus ausgeführt. Die Schattierhalle wird in Form einer Pergola aus Stahl umgesetzt, in welche Textilscreens als Sonnenschutz montiert sind.








